Aktuelles

Osterrallye und Ostereiersuche im Wattenmeer Besucherzentrum

  Ostereier

Am Ostersonntag, den 21.4.2019 und am Ostermontag, den 22.4.2019 findet jeweils von 10.00 - 17.00 Uhr eine lustige Osterrallye für kleine und große Besucher im Wattenmeer Besucherzentrum am Südstrand statt!

Natürlich sind nicht nur Ostereier in der Ausstellung versteckt, sondern es erwartet Sie zudem eine spannende Reise in die Tierwelt des Wattenmeeres - denn Ei ist nicht gleich Ei: kegelförmig von den Trottellumen, rund und als Paket geschnürt von den Wellhornschnecken - die Natur kennt keinen Zufall. Jede Form und Farbgebung hat ihren Sinn.

Suchen Sie den Vogel des Wattenmeeres, der die kleinsten Eier legt! Ergründen Sie den Zusammenhang zwischen Huhn und Krabbenkutter! Endecken Sie im Aquarium, dass in der Nordsee Hasen leben, die Eier legen können.

Jeder der mag, kann dabei einen kniffligen Rätselbogen ausfüllen, mit Hilfe der in der Ausstellung zu findenden Hinweise.

Die Ostereier, die in der Ausstellung zu finden sind, versüßen natürlich den Rätselspaß für die ganze Familie!

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


Familienprogramm in der neuen Sonderausstellung "Vielfalt zählt – Eine Expedition durch die Biodiversität"

  Sonderausstellung "Vielfalt zählt"

Am Ostersonntag, den 21.4.2019 von 12.00 bis 13.00 Uhr bietet das Wattenmeer Besucherzentrum am Südstrand eine Familienführung durch die interaktive Wanderausstellung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit dem Titel "Vielfalt zählt" an, natürlich begleitet von einem fachkundigen Mitarbeiter des Hauses.

Begeben Sie sich auf eine spannende Exkursion in die faszinierende Welt der Biodiversität!

Biodiversität, das bedeutet "Vielfalt des Lebens" und ist eine wichtige Grundlage unseres Daseins. Sie umfasst nicht nur die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten, Mikroorganismen und Pilze und die genetische Vielfalt innerhalb von Arten, sondern auch, wie sich Tiere und Pflanzen gegenseitig und ihre jeweiligen Lebensräume beeinflussen.

Sie zu verstehen und zu erhalten ist die Aufgabe der Biodiversitätsforschung, die zu den wichtigsten Forschungsfeldern der Zukunft gehört und sich unter anderem die Frage stellt: Braucht die Erde wirklich so viele Arten oder gibt es ein Problem, wenn zu viele davon aussterben?

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt diese Forschung in zahlreichen kleineren und größeren Forschungsprojekten. Mit ihrer Wanderausstellung "VIELFALT ZÄHLT! - Eine Expedition durch die Biodiversität" macht die Biodiversität und ihre Erforschung für Groß und Klein erlebbar und verständlich. Multimedial und interaktiv vermittelt diese einzigartige Ausstellung, was Biodiversität bedeutet und warum sie für uns Menschen so wichtig und schützenswert ist.

Lernen Sie dieses faszinierende Thema besser kennen und verstehen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Informationen und Anmeldung bitte unter Tel.: 04421-910733 oder Kontakt.


Workshop für Kinder: Faszination Bernstein - Das Gold des Meeres

  Bernstein schleifen

Am Ostermontag, den 22.4.2019, bietet das Wattenmeer Besucherzentrum am Südstrand, im Rahmen des Ferienprogramms von 12.30 - 14.00 Uhr, einen Bernstein-Workshop für Kinder im Alter von 9-12 Jahren an.

Am Strand von Nord- und Ostsee wird häufig Bernstein gefunden. Als "Gold des Meeres" wurde Bernstein von den Römern bezeichnet und als Schmuck- und Heilstein sehr hoch geschätzt.

In unserem altersgerechten Workshop werden unter fachkundiger Anleitung zunächst die Besonderheiten des Millionen Jahre alte Bernsteins untersucht.

Kann Bernstein als versteinertes Harz schwimmen? Woran erkennt man überhaupt, ob es sich um einen echten Bernstein handelt? Hierzu werden verschiedene Experimente durchgeführt. Unter dem Mikroskop können außerdem eingeschlossene Insekten betrachtet werden.

Der goldfarbene Bernstein inspiriert auch zum Gestalten. Behutsam schleifend und polierend können die Kinder, unter Anleitung, die einmalige Schönheit und Farbenvielfalt eines Bernsteins freilegen. Hierbei entstehen dann ganz einmalige Kettenanhänger, die die Kinder natürlich nach Hause mitnehmen dürfen.

Um Anmeldung unter: Tel.: 04421-910733 oder Kontakt wird gebeten.


Watt-Zwerge unterwegs

  Watt-Zwerge im Watt

Am Dienstag, den 23.4.2019 von 10.00 bis 11.00 Uhr bietet das Wattenmeer Besucherzentrum eine Veranstaltung am Südstrand für 4 bis 7-jährige Kinder an. Unter dem Motto: "Watt-Zwerge unterwegs" werden geschulte Mitarbeiter des Besucherzentrums gemeinsam mit den "jungen Forschern" nach Tieren im Wattenmeer Ausschau halten.

Die "Watt-Zwerge" können dabei natürlich mit ihren kleinen Keschern selber aktiv werden! Der gesamte Fang wird danach in Aquarien angesehen, bestaunt und die Besonderheiten erklärt. Garnelen und Einsiedlerkrebse gehören häufig dazu. Anschließend werden die Tiere wieder freigelassen. Dann wird ein Wattwurm ausgegraben – ganz Mutige können ihn sich auch auf die Hand setzen lassen.

Anschließend geht es auf Entdeckungstour an die Steinbuhne. Versteckt sich eine Strandkrabbe zwischen den Austernschalen oder ist eine Seeanemone zu beobachten?

Kinder unter 6 Jahren können nur mit Begleitung (1 Erwachsener kostenfrei) an der Veranstaltung teilnehmen.

Um Anmeldung unter Tel.: 04421-910733 oder Kontakt wird gebeten.


"Was lebt denn da im Wattenmeer" - Tiere des Wattenmeeres im Bio-Labor erforschen

  Untersuchungen im Biolabor

Am Mittwoch, den 24.4.2019 und am Samstag, den 27.4.2019, jeweils von 14.00 bis 15.00 Uhr bietet das Wattenmeer Besucherzentrum am Südstrand einen spannenden und zugleich informativen Workshop für Groß, Klein und die ganze Familie im hauseigenen Bio-Labor an.

In dieser Veranstaltung, die unter Anleitung und Betreuung durch einen fachkundigen Mitarbeiter des Besucherzentrums stattfindet, können die Tiere und Organismen des Wattenmeeres unter dem Binokular (einem Mikroskop, durch das man mit beiden Augen gleichzeitig schauen kann) genau betrachtet werden.

Unter dem Motto: "Auge in Auge mit dem Einsiedlerkrebs" können die typischen Lebens-, Ernährungs- und Verhaltensweisen von Seepocken, Miesmuscheln, Krebsen, Garnelen und Wattwürmern entdeckt werden.

Lassen Sie sich begeistern von den vielen spannenden Geschichten der Organismen im Lebensraum zwischen Ebbe und Flut.

Um Anmeldung unter Tel.: 04421-910733 oder Kontakt wird gebeten.

 

 


Nationalpark-Erlebnisfahrten zu den Seehundbänken im Jadebusen (mit Schaufischen)

  Nationalpark-Erlebnisfahrt im Jadebusen

Das Wattenmeer Besucherzentrum am Südstrand bietet wieder regelmäßig die bei Groß und Klein beliebten Nationalpark-Erlebnisfahrten mit der "MS Harle Kurier" an.

Bei diesen Fahrten lernen die Gäste Seehunde, Fische und andere Bewohner des Weltnaturerbes Wattenmeer kennen. Sie fahren zu den Ruheplätzen der im Jadebusen heimischen Seehunde. Vom Schiff aus können die Tiere gut beobachtet werden, ohne sie zu stören.

Während der Fahrten wird ein Schleppnetz zu Wasser gelassen. In kleinen Aquarien und unter Mikroskopen, im sogenannten "schwimmenden Labor", können die Tiere des Wattenmeeres betrachtet werden, bevor sie wieder freigelassen werden.

Nachstehend die kommenden Termine für die Fahrten zu den Seehundbänken:

  • Freitag, 26.4.2019, von 11.00 bis 12.30 Uhr,
  • Samstag, 27.4.2019, von 11.00 bis 12.30 Uhr und am
  • Sonntag, 28.4.2019, von 13.00 bis 14.30 Uhr.

Natürlich werden alle Touren von geschulten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Wattenmeer Besucherzentrums begleitet, die viel Interessantes und Wissenswertes über die Tierwelt des Wattenmeeres berichten.

Wer ein eigenes Fernglas hat, sollte es bitte mitbringen.

Weitere Termine finden Sie unter Nationalpark-Erlebnisfahrten

Wir bitten um vorherige Anmeldung unter: Tel.: 04421-910733 oder Kontakt.


Fotoausstellung von Annemieke Podt: "Kleine Wale im Visier" – Fotoidentifikation bei Schweinswalen

  Schweinswal in der Nordsee

Die Biologin Annemieke Podt interessiert sich seit Kindertagen für Meeressäuger. Diese Faszination hat sie auch beruflich geprägt. Als Mitherausgeberin des Online-Magazins "Orcazine.com" war es naheliegend, dass sie sich auch in ihrem Studium intensiv mit Schwertwalen beschäftigte. Im Jahr 2015 hat sie ihren Master im Fachgebiet Verhaltensökologie an der Universität Utrecht abgeschlossen.

Kurz darauf kam der Kontakt zum Stichting Rugvin (Stiftung "Rückenfinne") zustande, wo sie sich seit April 2016 engagiert. Die Stiftung Rugvin untersucht seit 2007 das Vorkommen von Walen vor der niederländischen Küste und bemüht sich unter anderem durch Öffentlichkeitsarbeit um den Schutz der Meeressäuger. Seit Dezember 2018 ist Annemieke Podt Vorstandsmitglied dieser Walforschungs- und -schutzorganisation.

Die 38 Bilder von Schweinswalen, die im Wattenmeer Besucherzentrum am Wilhelmshavener Südstrand gezeigt werden, entstammen einem Fotoidentifikationsprojekt von Schweinswalen in der Oosterschelde. Die Oosterschelde ist ein 350 Quadratkilometer großes Mündungsgebiet von Rhein, Maas und Schelde in den südlichen Niederlanden. Es ist komplett eingedeicht und bei Sturmfluten von der Nordsee durch das gewaltige Oosterschelde-Sperrwerk absperrbar.

Seit 2015 werden Sichtungen von Schweinswalen in der Oosterschelde fotografisch dokumentiert und ausgewertet. Hier konnte Annemieke Podt ihre Leidenschaft für die Fotografie mit dem wissenschaftlichen Auftrag verbinden. Als Fotografin von Meeressäugern war sie bereits über die niederländischen Grenzen hinaus bekannt. Nun konnte sie ihr Portfolio mit den Schweinswal-Aufnahmen erweitern, von denen wir eine Auswahl im Wattenmeer Besucherzentrum zu sehen bekommen.

Anfang 2019 hat Stichting Rugvin den von Annemieke Podt zusammengetragenen Foto-ID-Katalog mit rund 60 identifizierten Schweinswalen veröffentlicht. Eine wichtige Erkenntnis aus dieser Arbeit ist, dass einige Schweinswale über Jahre ortstreu sind. Die Ausstellung ist vom 7. April bis Mitte Mai 2019 in der Dachgalerie des Wattenmeer Besucherzentrums in Wilhelmshaven zu sehen.


Sonderausstellung "Der Riesenkalmar Architeuthis – geheimnisvoller Gigant der Tiefsee"

Eine spannende Reise in die Welt des Tiefseebewohners
 

Ausstellung Riesenkalmar im Besucherzentrum

Ausstellung Riesenkalmar im Besucherzentrum

Seit Jahrhunderten geistert der Riesenkalmar durch Mythen und Seefahrergeschichten. Lange sah man dieses Tier, früher häufig als "Riesenkrake" bezeichnet, als Schiffe versenkendes und Menschen fressendes Ungeheuer an. Erst im Jahre 1857 wurde der Riesenkalmar als Architeuthis dux wissenschaftlich beschrieben.

Bis ins Jahr 2012 sah nie ein Mensch einen solchen Giganten mit eigenen Augen in seinem natürlichen Lebensraum, den riesigen, nahezu lichtlosen Weiten des Freiwassers der oberen Tiefsee.

Bis zum 30.06.2019 können Besucher im Wattenmeer Besucherzentrum am Wilhelmshavener Südstrand in der neuen Ausstellung "Der Riesenkalmar Architeuthis – geheimnisvoller Gigant der Tiefsee" eine spannende und anschauliche Entdeckungsreise in die Welt dieser Tiere unternehmen.

Die Besucher erfahren dabei, wo und wie diese Tiefseebewohner leben, wie ihr Körper gebaut ist, wie groß sie werden, wovon sie sich ernähren, welche Anpassungen sie an ihren Lebensraum aufweisen – und ob es wirklich stimmt, dass "Riesenkraken" Schiffe angreifen.

Die Ausstellung zeigt äußerst seltene, in Flüssigkeit konservierte Riesenkalmar-Originalexponate – unter anderem einen drei Meter langen Tentakel eines rund sieben Meter langen Tiers aus dem Pazifik und einen faustgroßen Kiefer eines 6,5 Meter langen atlantischen Exemplars – und ermöglicht dabei ganz nahe Einblicke in den Körperbau dieser gigantischen Meerestiere.

Nur wenige Museen der Welt zeigen Originalexponate von Riesenkalmaren. Deutschlandweit gibt es nur noch zwei vergleichbare Ausstellungen. Diese vom Meereszoologen Dipl.-Biol. Volker Miske, Leiter des Deutschen Tintenfisch-Archivs, geschaffene Exposition ist die aktuellste und inhaltlich umfangreichste Riesenkalmar-Ausstellung Deutschlands.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


Sonderausstellung "Vielfalt zählt! – Eine Expedition durch die Biodiversität"

Vielfältig und bunt – das Leben auf der Erde

  Sonderausstellung "Vielfalt zählt"
   
  Sonderausstellung "Vielfalt zählt"
   
  Sonderausstellung "Vielfalt zählt"

Das Leben auf der Erde ist bunt und vielfältig. Neuesten Schätzungen zufolge leben etwa 11 Millionen verschiedene Arten von Lebewesen auf unserem Planeten – Pflanzen, Tiere, Pilze, Mikroorganismen. Erst 1,9 Millionen davon sind bislang wissenschaftlich beschrieben worden. Die anderen kennen wir noch nicht.

Was wir aber schon lange wissen, ist, wie wichtig diese biologische Vielfalt, auch Biodiversität genannt, ist. Die vielen verschiedenen Arten agieren in ihren Lebensräumen, den Ökosystemen miteinander und bieten uns unverzichtbare "Dienstleistungen" für unser Leben: Saubere Luft, reines Wasser, Nahrungsmittel, pharmakologische Wirksubstanzen und Rohstoffe – ein großer Schatz, den es auch für unsere nachfolgenden Generationen zwingend zu erhalten gilt.

Die Biodiversitätsforschung untersucht die Zusammenhänge und gegenseitigen Abhängigkeiten in Ökosystemen. Forscherinnen und Forscher haben viele Fragen:

  • Wie viele Arten gibt es in einem Lebensraum und welche sind es?
  • Was passiert, wenn eine oder mehrere Arten aussterben?
  • Sind artenreiche Ökosysteme stabiler als artenarme?
  • Welche Folgen ziehen der Klimawandel und der steigende Ressourcenbedarf der Menschheit nach sich?

Fragen über Fragen, die nicht nur die Wissenschaft interessieren, sondern uns alle betreffen, denn unsere Zukunft hängt entscheidend davon ab. Umso wichtiger ist es, Biodiversität und Biodiversitätsforschung noch stärker in den Fokus der breiten Öffentlichkeit zu rücken, Interesse dafür zu wecken und Motivation, sich intensiver damit zu beschäftigen.

Mit der Wanderausstellung "VIELFALT ZÄHLT!" der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), lädt das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum bis zum 23. Juni 2019 zu einer spannenden Expedition mit 10 Stationen durch die Biodiversität und Bioversitätsforschung ein.

Über 50 interaktive Exponate und Medieninstallationen laden zum Beobachten, Mitmachen, Mithören und Miterleben ein. Und man kann selbst zum Forscher werden. In der Ausstellung wird man mit einer Forscherkarte selbst zum Entdecker und erkundet Themen und Inhalte eigenständig.

Erfahren Sie neue Erkenntnisse über die Biodiversität, ihre Verteilung auf der Erde und über das Geschehen in einem Ökosystem und lernen Sie Forschungsmethoden von der Geruchsanalyse bis zur Molekulargenetik kennen. Tauchen Sie in drei besondere Lebensräume ein, die stellvertretend für die Vielfalt der Ökosysteme stehen: Eine Wiese in Deutschland, den tropischen Bergregenwald in Südecuador und den nordatlantischen Ozean.

Begleiten Sie Forscherinnen und Forscher bei Ihrer Arbeit in den weltweit verteilten Biodiversitätsforschungs-Projekten der DFG. Und erleben Sie in der Wunderkammer des Lebens in einer Multimedia-Installation die Faszination ganz besonderer Lebensräume vom Korallenriff bis zum Nebelwald. Ein Begleitprogramm ergänzt die überaus sehenswerte und informative Ausstellung.

Für Kindergärten und Schulklassen wird das folgende museumspädagogische Programm (zum Herunterladen) angeboten:



Neue Meeressäugerausstellung

 

Neue Walausstellung

Neue Walausstellung

In wundervoller Tiefseeatmosphäre begibt sich der Besucher in eine fast unbekannte Welt. Vom heimischen Schweinswal, der bis in den Jadebusen kommt, geht die Reise bis zu den Giganten der Meere.

Einstieg in die faszinierende Welt der Wale ist der vor Baltrum gestrandete Pottwal. Im 14 m langen Skelett hängen, und das ist weltweit einzigartig, die von Gunther von Hagens plastinierten Organe wie Herz und Lunge.

An interaktiven Stationen werden die großen und kleinen Besucher zum ausprobieren, hören, sehen und interagieren aufgefordert. So können sie alles über die Lebensweise und die Biologie des Pottwals, aber auch über den Walfang und die moderne Walforschung erfahren.

Sie begleiten einen Pottwal im Tauchboot, lauschen der Sprache der Wale und dem Unterwasserlärm und können in einem Spiel versuchen, einen Wal sicher zu den Azoren zu bringen. Spannend sind auch die Berichte der Zeitzeugen von der Strandung und Bergung des Pottwals.

Sehr schön ist der neue Zugang in die Meeressäugerausstellung über eine Brücke direkt vom Südstrand aus. Die Besucher erreichen den ersten Stock des Gebäudes, wo sie von der riesigen Schwanzflosse des abtauchen Pottwals förmlich in die geheimnisvollen Tiefen gezogen wird.

Ausprobieren, anfassen und staunen, nach Herzenslust können Klein und Groß in dem nach neunmonatiger Bauzeit neueröffneten Wattenmeer Besucherzentrum sich die faszinierende Welt des Weltnaturerbes Wattenmeer erschließen.

Nach dem Ausstellungsbesuch lädt die neue Cafeteria zum Verweilen mit Blick auf den Pottwal ein.

 

 

 


Nationalparkzentrum "Das Wattenmeerhaus" in Wilhelmshaven ist jetzt
"UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum"

Mit der Anerkennung des Wattenmeeres als Weltnaturerbe durch die UNESCO im Jahr 2009 ist dem Land Niedersachsen eine besondere Verantwortung für dieses Welterbe übertragen worden. In Cuxhaven und Wilhelmshaven sind daher nun die ersten Weltnaturerbe-Besucherzentren entstanden.

Die UNESCO legt mit der Auszeichnung als Weltnaturerbe nicht nur Wert auf den Erhalt des Wattenmeeres als einzigartiger Naturraum, sondern auch auf die Aufklärung über die Schutzwerte der Welterbestätte. "Anders als bei vielen anderen Schutzgebieten gibt es am Wattenmeer keinen zentralen Eingang, an dem die Besucher empfangen und informiert werden können. Den Besuchern des Weltnaturerbes sollen daher nun zwei Anlaufstellen geboten werden", sagte Minister Sander. Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt und Klimaschutz hat beschlossen, dass die Nationalparkzentren in Wilhelmshaven und Cuxhaven zu Welterbezentren erweitert werden. Sie dürfen sich künftig "UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum" nennen.

Insgesamt hatten sich elf Informationseinrichtungen am niedersächsischen Wattenmeer um den Status eines Welterbezentrums beworben.

Vor allem Gäste von außerhalb sollen sich in den beiden neuen Besucherzentren über die weltweite Einzigartigkeit sowie die Unversehrtheit des Wattenmeeres informieren können. Alle Informationen werden daher in mindestens zwei Sprachen zur Verfügung gestellt. Außerdem werden in den Informationszentren auch Weltnaturerbestätten auf anderen Kontinenten vorgestellt.

Das Informationszentrum in Wilhelmshaven wurde - nach einem Totalumbau - feierlich vom Minister eröffnet.


Zeichentrickfilm: Weltnaturerbe Wattenmeer – Ein einmaliges Erlebnis

Wildnis? Weltnaturerbe? Mitten in Europa? Ja! Das Wattenmeer entlang der deutschen, niederländischen und dänischen Nordseeküste ist ein einzigartiges Naturgebiet. Ebenso beliebt wie bei Zugvögeln als Rastplatz ist die Küste bei Nordseetouristen als Erholungsgebiet.

Was das Wattenmeer so besonders macht, warum es als Nationalpark geschützt und als UNESCO Weltnaturerbe ausgezeichnet ist und wie man es erleben kann, ohne die Natur zu stören, erläutert der neue Zeichentrickfilm "Weltnaturerbe Wattenmeer – Ein einmaliges Erlebnis". In gut 4 Minuten und vielen bunten Bildern skizziert der vom WWF im Rahmen des PROWAD Projektes herausgegebene und mit Mitteln des European Regional Development Funds sowie der Bingo Umweltlotterie geförderte Film auf humorvolle Weise Wissenswertes über den Nationalpark und das Weltnaturerbe Wattenmeer.


Weltnaturerbe Wattenmeer

Willkommen im Weltnaturerbe Wattenmeer

Die UNESCO, die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation, hat das Wattenmeer Ende Juni 2009 in die Liste des Welterbes aufgenommen. Damit steht das Wattenmeer auf einer Stufe mit anderen weltberühmten Naturwundern wie dem Grand Canyon in den USA und dem Great Barrier Reef in Australien, die ebenfalls zum Weltnaturerbe gehören.

Um auf die Weltnaturerbe-Liste der UNESCO zu kommen, muss ein Gebiet sehr besonders sein. Es muss einzigartige Naturwerte besitzen, intakt und durch gute Schutzmassnahmen gesichert sein. Das Wattenmeer hat sich sogar in drei Gesichtspunkten als weltweit einzigartig erwiesen, was seine außergewöhnliche Natur betrifft!

Watt-Landschaften: jung und ursprünglich
Das Wattenmeergebiet ist noch jung. Es ist nach der letzten Eiszeit vor rund 7.000 Jahren entstanden, aber auch heute noch werden Sandplaten und Dünen in vergleichsweise raschem Tempo gebildet und wieder abgebaut. Die Dynamik des Gebietes ist einzigartig. Hier findet man noch Landschaften in allen Entwicklungsstadien. Noch heute kann man mit eigenen Augen sehen und miterleben, wie Landschaften in der Eiszeit entstanden sind.

Wattenmeer-Vielfalt: wunderbar dynamisch
Das Wattenmeer zeigt auf seine eigene Art und Weise, wie Natur, Pflanzen und Tiere sich immer wieder an die täglich wechselnden Bedingungen auf dem Watt anpassen. Dort, wo sich Süßwasser aus Flüssen mit salzigem Meerwasser vermischt und wo Naturkräfte wie Gezeiten, Wind und Ablagerungsprozesse von Sand und Schlick walten, findet man intelligent angepasste Pflanzen und Tiere. Die vielen unterschiedlichen Erscheinungsformen des Wattenmeers bieten Lebensraum für eine außergewöhnliche Vielfalt von Pflanzen und Tieren - Lebensraum zum Brüten, Säugen, Aufwachsen, Mausern und Rasten.

Wattenmeer-Leben: einmalig abwechslungsreich
Der Reichtum an Leben im Wattenmeer ist außergewöhnlich. Man findet hier nicht nur viele dauerhafte Bewohner, sondern auch zahreiche Besucher. So nutzen jedes Jahr rund 10 bis 12 Millionen Zugvögel das Wattenmeer. Insgesamt leben hier rund 10.000 verschiedene Pflanzen- und Tierarten, an Land und im Wasser. Eine derartige Vielzahl und Vielfalt wie im Wattenmeer findet man nirgendwo auf der Welt!

Mehr Information: Besuchen Sie die offizielle Website www.waddensea-worldheritage.org/de