Aktuelles

3. Wilhelmshavener Schweinswal-Tage

 

Logo der Schweinswaltage 2019

Schweinswal in der Nordsee

Seit einigen Jahren ist Wilhelmshavens Südküste zur Bühne für ein einmaliges Naturschauspiel geworden. Schweinswale kommen im Frühjahr zwischen März und Mai in den Jadebusen. An der niedersächsischen Nordseeküste ist Wilhelmshaven damit der Hotspot für Beobachtungen von Schweinswalen vom Land aus.

In diesem Jahr feiert das Wattenmeer das 10-jährige Jubiläum seiner Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste. Das Jahresprogramm zu diesem Jubiläum startet in Niedersachsen mit den Schweinswaltagen, die vom 11. bis zum 18. April 2019 stattfinden. Die Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller hat die Schirmherrschaft der 3. Wilhelmshavener Schweinswal-Tage übernommen.

Acht Tage lang werden Naturerlebnis-Veranstaltungen, Aktivitäten und Präsentationen rund um Deutschlands einzige heimische Walart angeboten. Neben Whale watching Exkursionen vom Land und vom Schiff aus (u. a. auf dem Weserkahn "Franzius"), gehören ein Walrufer am Südstrand, eine Fotoausstellung, Puppentheater, Fotowalks, Natur-Filme, interessante Vorträge von internationalen Forschern und ein Frühstück mit Vortrag zum Programm.

Das Ziel der Veranstaltungen ist es, Einheimische und Touristen für Deutschlands einzige heimische Walart zu begeistern und das öffentliche Interesse für diese kleine Walart, von der meist nur die Rückenfinne im Wasser zu sehen ist, weiter zu fördern.

Naturgemäß können keine Walsichtungen garantiert werden, aber die Veranstaltungen sind so geplant, dass die größtmögliche Chance dafür gegeben ist. In den vergangenen Jahren ließen sich die Schweinswale recht zuverlässig im Jadebusen blicken.

Kompetente Mitarbeiter zeigen den Teilnehmern, wie man die Schweinswale entdecken kann und worauf man achten muss, wenn man Erfolg bei der Sichtung haben möchte. Jeder, der schon einmal Schweinswale in der Natur beobachten konnte, wird diese faszinierende Begegnung nie vergessen.

Kooperationspartner sind neben der Wilhelmshaven Touristik und Freizeit GmbH die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, die "JadeWale" (eine Gruppe ehrenamtlicher Naturbeobachter), die Nordsee GmbH, der Verein Bremer Weserkahn Franzius e. V. und das Common Wadden Sea Secretariat.

Weitere Informationen und Anmeldungen zu den einzelnen Veranstaltungen unter: www.schweinswaltage.de

Das Veranstaltungsprogramm kann auch als PDF-Datei hier heruntergeladen werden.


"Frühlingsanfang im Wattenmeer" – Plankton-Workshop für Erwachsene

  Plankton

Am Mittwoch, den 20.3.2019 bietet das Wattenmeer Besucherzentrum am Südstrand von 12.00 bis 13.30 Uhr einen Plankton-Workshop für Erwachsene zum Thema "Frühlingsanfang im Wattenmeer" an.

Wie Staub im Meer, so könnte man die Kleinstlebewesen bezeichnen, von denen es im Meer nur so wimmelt und die für das bloße Auge fast unsichtbar sind. Sie leben im und auf dem Meeresboden, im tiefen und flachen Wasser, auf Steinen und Pflanzen und sie bilden als Basis der Nahrungskette die wichtigste Grundlage allen Lebens im Meer.

Im Übergang vom Winter zum Frühjahr, sobald die Sonne wieder höher steigt und das Meerwasser sich erwärmt, setzt im März die sogenannte Frühjahrsblüte der Planktonalgen ein, bei der eine Vielzahl von Organismen beobachtet werden können. Grundlage dieser Vermehrung ist neben dem Sonnenlicht die Nährstoffversorgung, denn durch winterliche Stürme sind häufig Mineralsalze an die Meeresoberfläche gelangt und düngen so die sonnenhungrigen Planktonalgen.

Die Teilnehmer des Workshops werden zu Beginn der Veranstaltung am Südstrand mit Netzen und Sieben Planktonprobenahmen durchführen. Anschließend werden diese im hauseigenen Labor des Besucherzentrums mit Hilfe von Mikroskopen untersucht. Dabei tauchen die Teilnehmer in die fantastische Welt des winzigen Planktons ein und können die unterschiedlichen pflanzlichen (Phytoplankton) und die tierischen (Zooplankton) Organismen direkt beobachten.

Die Formenvielfalt der verschiedenen Kleinstlebewesen ist erstaunlich und sorgt bei jedem Betrachter für Begeisterung. Für die Probenahme am Südstrand wird entsprechendes, wasserfestes Schuhwerk (Gummistiefel) empfohlen.

Um Anmeldung unter der Telefonnummer 04421-910733 oder Kontakt wird gebeten.


Weltwassertag 2019 – Schweinswal-watching am Südstrand

  Schweinswalflosse
© Richard Czeck

Im Rahmen des seit 1993 jährlich am 22. März stattfindenden Weltwassertages bietet das Wattenmeer Besucherzentrum am Freitag, den 22.3.2019, von 13.00 – 15.00 Uhr einen Ausflug zum Schweinswal-Watching an den Südstrand an.

Jedes Jahr von März bis Mai findet hier ein spannendes Naturschauspiel statt, das die Besucher gemeinsam mit Mitarbeitern des Besucherzentrums hautnah miterleben können. Schweinswale ziehen in diesen Monaten in den Jadebusen und verweilen im Hafenbereich, entlang des Strandes oder direkt im Jadebusen.

Die kleinen Meeressäuger so nah beobachten zu können, ist einmalig und erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Natürlich gibt es keine Garantie für Walsichtungen, aber die Veranstaltung ist so geplant, dass die größtmögliche Chance dafür gegeben ist.

Die Teilnehmer bekommen spannende Informationen über Schweinswale und ihre Lebensweise. Sie erhalten Tipps im Umgang mit Ferngläsern, wie man die Tiere am besten entdecken kann und worauf man achten muss, wenn man Erfolg bei der Sichtung haben will. Danach haben alle Gäste genug Zeit für die Beobachtung der Wale, denn jeder, der sie einmal in der freien Natur sehen konnte, ist davon fasziniert.

Um Anmeldung unter der Telefonnummer 04421-910733 oder Kontakt wird gebeten.


Weltwassertag 2019 – Mitmachexperimente für junge Forscher

  Experimente im Labor

Am Freitag, den 22.3.2019 von 16.00 – 17.30 Uhr bietet das Wattenmeer Besucherzentrum am Südstrand, im Rahmen des seit 1993 jedes Jahr am 22. März stattfindenden Weltwassertages, einen Workshop für Kinder im Alter von 8-12 Jahren, unter fachkundiger Leitung an.

An diesem Nachmittag dreht sich alles um "die Quelle des Lebens" – das Wasser!

Zunächst bekommen die "kleinen Forscher" allgemeine Informationen zum Thema "das Wasser auf der Erde", der Kreislauf des Wassers und seine Bedeutung als Rohstoff. Anschließend folgen spannende Experimente zum Thema Salzwasser, wie die Herstellung von Salzlösungen oder "die schwimmende Tomate". Ein besonderer Spaß: das Malen von Salzbildern!

Die Kinder lernen auch die Aggregatzustände (fest, flüssig oder gasförmig) des Wassers anhand von interessanten Versuchen kennen.

Dieser Workshop und alle Mitmach-Experimente sind natürlich altersgerecht angelegt.

Um Anmeldung unter der Telefonnummer 04421-910733 oder Kontakt wird gebeten.


Kinder-Aktion in der neuen Sonderausstellung "Vielfalt zählt – Eine Expedition durch die Biodiversität"

  Sonderausstellung "Vielfalt zählt"

Am Sonntag, den 24.3.2019 von 15.00 bis 16.30 Uhr bietet das Wattenmeer Besucherzentrum am Südstrand eine Aktion für Kinder im Alter von 8 – 12 Jahren in der interaktiven Wanderausstellung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), "Vielfalt zählt" an, natürlich begleitet von einem geschulten Mitarbeiter des Hauses.

An diesem Nachmittag können sich die jungen Forscher auf eine spannende und natürlich altersgerechte Exkursion in die faszinierende Welt der Artenvielfalt (Biodiversität) begeben!

Biodiversität, das bedeutet "Vielfalt des Lebens" und ist eine wichtige Grundlage unseres Lebens. Sie umfasst nicht nur die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten, Mikroorganismen und Pilze und die genetische Vielfalt innerhalb von Arten, sondern beinhaltet auch, wie sich Tiere und Pflanzen gegenseitig und ihre jeweiligen Lebensräume beeinflussen. Dies zu verstehen und zu erhalten ist die Aufgabe der Biodiversitätsforschung, die zu den wichtigsten Forschungsfeldern der Zukunft gehört und sich unter anderem die Frage stellt: Braucht unsere Erde wirklich so viele Arten oder gibt es ein Problem, wenn welche davon aussterben?

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt diese Untersuchungen in zahlreichen kleineren und größeren Forschungsprojekten. Mit ihrer Wanderausstellung "VIELFALT ZÄHLT! Eine Expedition durch die Biodiversität" wird die Biodiversität und ihre Erforschung auch für Kinder erlebbar und verständlich. Multimedial und interaktiv vermittelt diese einzigartige Ausstellung, was Biodiversität bedeutet und warum sie für uns Menschen so wichtig und schützenswert ist.

Wir freuen uns auf einen spannenden Nachmittag mit Euch!

Informationen und Anmeldung bitte unter Tel.: 04421-910733 oder Kontakt.


Sonderausstellung "Vielfalt zählt! – Eine Expedition durch die Biodiversität"

Vielfältig und bunt – das Leben auf der Erde

  Sonderausstellung "Vielfalt zählt"
   
  Sonderausstellung "Vielfalt zählt"
   
  Sonderausstellung "Vielfalt zählt"

Das Leben auf der Erde ist bunt und vielfältig. Neuesten Schätzungen zufolge leben etwa 11 Millionen verschiedene Arten von Lebewesen auf unserem Planeten – Pflanzen, Tiere, Pilze, Mikroorganismen. Erst 1,9 Millionen davon sind bislang wissenschaftlich beschrieben worden. Die anderen kennen wir noch nicht.

Was wir aber schon lange wissen, ist, wie wichtig diese biologische Vielfalt, auch Biodiversität genannt, ist. Die vielen verschiedenen Arten agieren in ihren Lebensräumen, den Ökosystemen miteinander und bieten uns unverzichtbare "Dienstleistungen" für unser Leben: Saubere Luft, reines Wasser, Nahrungsmittel, pharmakologische Wirksubstanzen und Rohstoffe – ein großer Schatz, den es auch für unsere nachfolgenden Generationen zwingend zu erhalten gilt.

Die Biodiversitätsforschung untersucht die Zusammenhänge und gegenseitigen Abhängigkeiten in Ökosystemen. Forscherinnen und Forscher haben viele Fragen:

  • Wie viele Arten gibt es in einem Lebensraum und welche sind es?
  • Was passiert, wenn eine oder mehrere Arten aussterben?
  • Sind artenreiche Ökosysteme stabiler als artenarme?
  • Welche Folgen ziehen der Klimawandel und der steigende Ressourcenbedarf der Menschheit nach sich?

Fragen über Fragen, die nicht nur die Wissenschaft interessieren, sondern uns alle betreffen, denn unsere Zukunft hängt entscheidend davon ab. Umso wichtiger ist es, Biodiversität und Biodiversitätsforschung noch stärker in den Fokus der breiten Öffentlichkeit zu rücken, Interesse dafür zu wecken und Motivation, sich intensiver damit zu beschäftigen.

Mit der Wanderausstellung "VIELFALT ZÄHLT!" der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), lädt das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum bis zum 23. Juni 2019 zu einer spannenden Expedition mit 10 Stationen durch die Biodiversität und Bioversitätsforschung ein.

Über 50 interaktive Exponate und Medieninstallationen laden zum Beobachten, Mitmachen, Mithören und Miterleben ein. Und man kann selbst zum Forscher werden. In der Ausstellung wird man mit einer Forscherkarte selbst zum Entdecker und erkundet Themen und Inhalte eigenständig.

Erfahren Sie neue Erkenntnisse über die Biodiversität, ihre Verteilung auf der Erde und über das Geschehen in einem Ökosystem und lernen Sie Forschungsmethoden von der Geruchsanalyse bis zur Molekulargenetik kennen. Tauchen Sie in drei besondere Lebensräume ein, die stellvertretend für die Vielfalt der Ökosysteme stehen: Eine Wiese in Deutschland, den tropischen Bergregenwald in Südecuador und den nordatlantischen Ozean.

Begleiten Sie Forscherinnen und Forscher bei Ihrer Arbeit in den weltweit verteilten Biodiversitätsforschungs-Projekten der DFG. Und erleben Sie in der Wunderkammer des Lebens in einer Multimedia-Installation die Faszination ganz besonderer Lebensräume vom Korallenriff bis zum Nebelwald. Ein Begleitprogramm ergänzt die überaus sehenswerte und informative Ausstellung.

Für Kindergärten und Schulklassen wird das folgende museumspädagogische Programm (zum Herunterladen) angeboten:


Ausstellung: "Schön, vielfältig und schützenswert"

Insekten im Nordwesten

  Kai Jäkel, Torf-Mosaikjungfer
Foto: Kai Jäkel, Torf-Mosaikjungfer

Sie sind schön, sie sind nützlich - und sie sind extrem gefährdet. Die Rede ist von unseren heimischen Insekten. Ob auf unseren Feldern, Wiesen, Gärten oder Parks, für Bienen, Schmetterlingen & Co. wird der Rückgang Jahr für Jahr immer dramatischer.

Es ist stiller geworden auf den Balkonen mit lecker gedecktem Pflaumenkuchen, den blühenden Bauerngärten mit den nach Nektar suchenden Hummeln oder den langen Rispen des Sommerflieders, die vergeblich nach farbenfrohen Faltern Ausschau halten. Vielfach herrscht ein inzwischen steril steingewordener Baumarktstil ohne Summen und Brummen, ohne Blühflächen, ohne Insekten- und Pflanzenvielfalt und ohne Laubhaufen. Ordnung ist das halbe Leben, gilt immer mehr auch für Deutschlands Gärten.

Es stellt sich somit längst nicht mehr die Frage, ob die Insektenwelt in Schwierigkeiten steckt, sondern vielmehr, ob und wie das Insektensterben überhaupt noch zu stoppen ist.

Sind doch Insekten die Grundlage unseres Ökosystems und machen etwa zwei Drittel allen Lebens auf der Erde aus. Seit Jahrmillionen existieren sie, gehören zur Artenvielfalt zwingend dazu. Sie sind nicht nur wichtige Bestäuber von Pflanzen und Obstplantagen, sondern auch biologische Schädlingsbekämpfer und lebensnotwendige Nahrungsquelle für Vögel und Fische. Je weniger Blütenpflanzen es gibt, umso mehr schrumpft die Nahrungsgrundlage der Insekten. Der Kreis schließt sich mit den heimischen Vögeln, die die Insekten zum Leben und Überleben benötigen.

Da durchgreifende Reaktionen aus Politik, Landwirtschaft aber auch Haus- und Gartenbesitzer immer noch auf sich warten lassen, haben sich die BUND-Kreisgruppen Friesland, Wilhelmshaven und Ammerland sowie der BUND-Regionalverband Ostfriesland entschlossen, mit einem jurierten Fotowettbewerb die Einmaligkeit der bedrohten Insektenvielfalt weiter in die Öffentlichkeit zu tragen. Herausgekommen sind über 25 beeindruckend schöne Großaufnahmen, die alle von Hobby- oder professionellen Natur- und Tierfotografen aus der Region stammen. Die Fotos stehen als Anreger, wie lebendig und vielfältig es sein kann, wenn im eigenen Garten bereits ein wenige Quadratmeter großes Biotop entsteht, um die Notlage der Insekten ein wenig zu lindern.

Die Ausstellung will zudem Lust machen, bereits jetzt in der winterlichen Jahreszeit, für den Sommer einen insektenfreundlichen Garten oder Balkon zu planen. Insekten, Vögel und das menschliche Augen werden es danken.

Diese Ausstellung wird bis zum 3. März 2019 in der Dachgalerie im Wattenmeer Besucherzentrum für Besucher gezeigt.



Neue Meeressäugerausstellung

 

Neue Walausstellung

Neue Walausstellung

In wundervoller Tiefseeatmosphäre begibt sich der Besucher in eine fast unbekannte Welt. Vom heimischen Schweinswal, der bis in den Jadebusen kommt, geht die Reise bis zu den Giganten der Meere.

Einstieg in die faszinierende Welt der Wale ist der vor Baltrum gestrandete Pottwal. Im 14 m langen Skelett hängen, und das ist weltweit einzigartig, die von Gunther von Hagens plastinierten Organe wie Herz und Lunge.

An interaktiven Stationen werden die großen und kleinen Besucher zum ausprobieren, hören, sehen und interagieren aufgefordert. So können sie alles über die Lebensweise und die Biologie des Pottwals, aber auch über den Walfang und die moderne Walforschung erfahren.

Sie begleiten einen Pottwal im Tauchboot, lauschen der Sprache der Wale und dem Unterwasserlärm und können in einem Spiel versuchen, einen Wal sicher zu den Azoren zu bringen. Spannend sind auch die Berichte der Zeitzeugen von der Strandung und Bergung des Pottwals.

Sehr schön ist der neue Zugang in die Meeressäugerausstellung über eine Brücke direkt vom Südstrand aus. Die Besucher erreichen den ersten Stock des Gebäudes, wo sie von der riesigen Schwanzflosse des abtauchen Pottwals förmlich in die geheimnisvollen Tiefen gezogen wird.

Ausprobieren, anfassen und staunen, nach Herzenslust können Klein und Groß in dem nach neunmonatiger Bauzeit neueröffneten Wattenmeer Besucherzentrum sich die faszinierende Welt des Weltnaturerbes Wattenmeer erschließen.

Nach dem Ausstellungsbesuch lädt die neue Cafeteria zum Verweilen mit Blick auf den Pottwal ein.

 

 

 


Nationalparkzentrum "Das Wattenmeerhaus" in Wilhelmshaven ist jetzt
"UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum"

Mit der Anerkennung des Wattenmeeres als Weltnaturerbe durch die UNESCO im Jahr 2009 ist dem Land Niedersachsen eine besondere Verantwortung für dieses Welterbe übertragen worden. In Cuxhaven und Wilhelmshaven sind daher nun die ersten Weltnaturerbe-Besucherzentren entstanden.

Die UNESCO legt mit der Auszeichnung als Weltnaturerbe nicht nur Wert auf den Erhalt des Wattenmeeres als einzigartiger Naturraum, sondern auch auf die Aufklärung über die Schutzwerte der Welterbestätte. "Anders als bei vielen anderen Schutzgebieten gibt es am Wattenmeer keinen zentralen Eingang, an dem die Besucher empfangen und informiert werden können. Den Besuchern des Weltnaturerbes sollen daher nun zwei Anlaufstellen geboten werden", sagte Minister Sander. Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt und Klimaschutz hat beschlossen, dass die Nationalparkzentren in Wilhelmshaven und Cuxhaven zu Welterbezentren erweitert werden. Sie dürfen sich künftig "UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum" nennen.

Insgesamt hatten sich elf Informationseinrichtungen am niedersächsischen Wattenmeer um den Status eines Welterbezentrums beworben.

Vor allem Gäste von außerhalb sollen sich in den beiden neuen Besucherzentren über die weltweite Einzigartigkeit sowie die Unversehrtheit des Wattenmeeres informieren können. Alle Informationen werden daher in mindestens zwei Sprachen zur Verfügung gestellt. Außerdem werden in den Informationszentren auch Weltnaturerbestätten auf anderen Kontinenten vorgestellt.

Das Informationszentrum in Wilhelmshaven wurde - nach einem Totalumbau - feierlich vom Minister eröffnet.


Zeichentrickfilm: Weltnaturerbe Wattenmeer – Ein einmaliges Erlebnis

Wildnis? Weltnaturerbe? Mitten in Europa? Ja! Das Wattenmeer entlang der deutschen, niederländischen und dänischen Nordseeküste ist ein einzigartiges Naturgebiet. Ebenso beliebt wie bei Zugvögeln als Rastplatz ist die Küste bei Nordseetouristen als Erholungsgebiet.

Was das Wattenmeer so besonders macht, warum es als Nationalpark geschützt und als UNESCO Weltnaturerbe ausgezeichnet ist und wie man es erleben kann, ohne die Natur zu stören, erläutert der neue Zeichentrickfilm "Weltnaturerbe Wattenmeer – Ein einmaliges Erlebnis". In gut 4 Minuten und vielen bunten Bildern skizziert der vom WWF im Rahmen des PROWAD Projektes herausgegebene und mit Mitteln des European Regional Development Funds sowie der Bingo Umweltlotterie geförderte Film auf humorvolle Weise Wissenswertes über den Nationalpark und das Weltnaturerbe Wattenmeer.


Weltnaturerbe Wattenmeer

Willkommen im Weltnaturerbe Wattenmeer

Die UNESCO, die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation, hat das Wattenmeer Ende Juni 2009 in die Liste des Welterbes aufgenommen. Damit steht das Wattenmeer auf einer Stufe mit anderen weltberühmten Naturwundern wie dem Grand Canyon in den USA und dem Great Barrier Reef in Australien, die ebenfalls zum Weltnaturerbe gehören.

Um auf die Weltnaturerbe-Liste der UNESCO zu kommen, muss ein Gebiet sehr besonders sein. Es muss einzigartige Naturwerte besitzen, intakt und durch gute Schutzmassnahmen gesichert sein. Das Wattenmeer hat sich sogar in drei Gesichtspunkten als weltweit einzigartig erwiesen, was seine außergewöhnliche Natur betrifft!

Watt-Landschaften: jung und ursprünglich
Das Wattenmeergebiet ist noch jung. Es ist nach der letzten Eiszeit vor rund 7.000 Jahren entstanden, aber auch heute noch werden Sandplaten und Dünen in vergleichsweise raschem Tempo gebildet und wieder abgebaut. Die Dynamik des Gebietes ist einzigartig. Hier findet man noch Landschaften in allen Entwicklungsstadien. Noch heute kann man mit eigenen Augen sehen und miterleben, wie Landschaften in der Eiszeit entstanden sind.

Wattenmeer-Vielfalt: wunderbar dynamisch
Das Wattenmeer zeigt auf seine eigene Art und Weise, wie Natur, Pflanzen und Tiere sich immer wieder an die täglich wechselnden Bedingungen auf dem Watt anpassen. Dort, wo sich Süßwasser aus Flüssen mit salzigem Meerwasser vermischt und wo Naturkräfte wie Gezeiten, Wind und Ablagerungsprozesse von Sand und Schlick walten, findet man intelligent angepasste Pflanzen und Tiere. Die vielen unterschiedlichen Erscheinungsformen des Wattenmeers bieten Lebensraum für eine außergewöhnliche Vielfalt von Pflanzen und Tieren - Lebensraum zum Brüten, Säugen, Aufwachsen, Mausern und Rasten.

Wattenmeer-Leben: einmalig abwechslungsreich
Der Reichtum an Leben im Wattenmeer ist außergewöhnlich. Man findet hier nicht nur viele dauerhafte Bewohner, sondern auch zahreiche Besucher. So nutzen jedes Jahr rund 10 bis 12 Millionen Zugvögel das Wattenmeer. Insgesamt leben hier rund 10.000 verschiedene Pflanzen- und Tierarten, an Land und im Wasser. Eine derartige Vielzahl und Vielfalt wie im Wattenmeer findet man nirgendwo auf der Welt!

Mehr Information: Besuchen Sie die offizielle Website www.waddensea-worldheritage.org/de