Sonderausstellung

Sonderausstellung: Expedition Natur - heimische Wildtiere in Wald, Wiese und Wasser

 

Teich über und unter Wasser

Murmeltier

Wer kennt sie alle noch, die vielen Wildtiere Deutschlands, die auf Feld, Wald und Wiese zuhause sind? Die tagsüber auf Nahrungssuche umherstreifen und nachts im Schutze der Dunkelheit vor ihren Fressfeinden Ruhe suchen? Oder die Nachtaktiven, die den Tag verschlafen und erst in der Dämmerung zum Leben erwachen?

Das Wattenmeer-Besucherzentrum lädt mit seiner beeindruckenden Sommer-Sonderausstellung vom 10. Juli bis zum 6. Oktober 2019 die Besucher zu einer spannenden Entdeckungsreise durch die heimische Natur- und Tierwelt ein.

  • Wie und wo baut der Biber seine Burgen?
  • Wo sagen sich Fuchs, Hase und Igel gute Nacht?
  • Welche Fische bevölkern unsere Flüsse?
  • Und wie überstehen die Wildtiere die nahrungsarmen Wintermonate?

In mehreren großformatigen Dioramen wird die heimische Tierwelt, die sich inzwischen teilweise bis an die Stadtränder ausgebreitet hat, lebensnah dargestellt. Da wissen Waschbären die Mülleimer als wohlsortierte Speisekammern zu schätzen. Eine Füchsin bringt dem jungen Nachwuchs ein schmackhaftes Federvieh aus dem benachbarten Hühnerstall, während ein hungriger Wolf den Kampf mit einer wehrhaften Hirschkuh aufnimmt. Summende Bienen produzieren leckeren Wildhonig, der später als unwiderstehlicher Nachtisch die Gaumen der Bären versüßt.

Die Natur lebt ihre eigenen Gesetze! Viele Wildtiere und große Raubtiere lassen die Besucher in szenischen Darstellungen über die Vielfalt der heimischen Fauna staunen. Rehe und Hirsche äsen wachsam auf der Waldlichtung, den anschleichenden Luchs auf seinem Beutezug fest im Blick. Begegnen werden Wanderer den scheuen Tieren in der Natur jedoch kaum. Sie leben versteckt und flüchten vor dem Menschen, der sie häufig bejagt. Wolf, Bär und Luchs sind bis heute streng geschützt, sie sind aber Teil unseres Lebensraumes, der einst ausschließlich ihnen gehörte.

Die Ausstellung zeigt die Vielfältigkeit und Schönheit unserer heimischen Tierwelt. Sie schärft den Blick für die Zusammenhänge in unserer Natur und weckt Verständnis und Toleranz gegenüber unseren wilden Mitbewohnern.

Das interaktive "Waldhaus" lädt besonders ein, die Welt der Insekten wie von Marienkäfern und Ameisen näher kennen zu lernen. Mehrere Taststationen mit Fellen von Wildtieren bereichern die Ausstellung.

Neben Ferienprogrammen, regelmäßigen Familienführungen und Workshops für Kinder, gibt es auch ein pädagogisches Begleitprogramm für Kindergärten und Schulen. Die Termine und alle Informationen werden hier veröffentlicht.


Fotoausstellung: "Mythos Australien – Australiens vergessene Felsbilder"

Künstlerische und wissenschaftliche Begegnungen
 

Ausstellung "Mythos Australien"

Ausstellung "Mythos Australien"

In der auch heute noch kaum zugänglichen Kimberley-Region im Nordwesten Australiens finden sich an Felsüberhängen Bilder menschlicher Darstellungen in künstlerischer Vollkommenheit. Sie werden nach ihrem Entdecker Joseph Bradshaw benannt und nur wenige Wissenschaftler haben sie bis heute gesehen.

Ursprung und Bedeutung der Felsbilder sind nicht sicher geklärt; Stil und Malweise der Zeichnungen weichen jedenfalls erheblich ab von denen der heute lebenden Aborigines und deren überlieferten Felsbilder. Vielmehr ähneln die über 20.000 Jahre alten Felsmalereien in überraschenden Details denen mancher afrikanischer Felsbilder.

Da außerdem in der Kimberley-Region der sonst nur in Afrika heimische Baobab-Baum wächst, die Samen aber nicht salzwassertolerant sind, kann nicht ausgeschlossen werden, dass vor langer Zeit (evtl. infolge des Toba-Vulkanausbruchs vor gut 70.000 Jahren) Menschen von Ostafrika nach Nordwestaustralien kamen und die Samen mitbrachten, gemeinsam mit ihren künstlerischen Ausdrucksweisen.

Der Wissenschaftler Prof. Dr. Reto Weiler und die Künstlerin Astrid Weiler, beide aus Delmenhorst, haben mehrere Expeditionen in die Kimberley-Region auf der Suche nach Bradshaws unternommen und sich ihnen wissenschaftlich und künstlerisch genähert. Dabei stoßen sie immer wieder auf neue, bislang völlig unbekannte Felsbilder, die auch Gegenstand der Ausstellung im Museum sein werden.

Ergänzt wird die Ausstellung durch Bilder von Prof. Dr. Martin Haase von der Universität Greifswald, welche eine eigenständige Symbolik aus der australischen Landschaft und der gegenwärtigen Kunst der Aborigines entwickeln.

Die Ausstellung entführt in die Mythologie des bis heute faszinierenden Kontinentes und in die Anfänge der menschlichen Kunst. Sie weitet den Blick für unsere Herkunft und damit gleichzeitig für unsere Verantwortung für diesen Planeten.

Bis zum 25. August 2019 ist diese Ausstelung in der Dachgalerie des Wattenmeer Besucherzentrums im Wilhelmshaven zu sehen.


Sonderausstellung "Der Riesenkalmar Architeuthis – geheimnisvoller Gigant der Tiefsee"

Eine spannende Reise in die Welt des Tiefseebewohners
 

Ausstellung Riesenkalmar im Besucherzentrum

Ausstellung Riesenkalmar im Besucherzentrum

Seit Jahrhunderten geistert der Riesenkalmar durch Mythen und Seefahrergeschichten. Lange sah man dieses Tier, früher häufig als "Riesenkrake" bezeichnet, als Schiffe versenkendes und Menschen fressendes Ungeheuer an. Erst im Jahre 1857 wurde der Riesenkalmar als Architeuthis dux wissenschaftlich beschrieben.

Bis ins Jahr 2012 sah nie ein Mensch einen solchen Giganten mit eigenen Augen in seinem natürlichen Lebensraum, den riesigen, nahezu lichtlosen Weiten des Freiwassers der oberen Tiefsee.

Bis zum 29.09.2019 können Besucher im Wattenmeer Besucherzentrum am Wilhelmshavener Südstrand in der neuen Ausstellung "Der Riesenkalmar Architeuthis – geheimnisvoller Gigant der Tiefsee" eine spannende und anschauliche Entdeckungsreise in die Welt dieser Tiere unternehmen.

Die Besucher erfahren dabei, wo und wie diese Tiefseebewohner leben, wie ihr Körper gebaut ist, wie groß sie werden, wovon sie sich ernähren, welche Anpassungen sie an ihren Lebensraum aufweisen – und ob es wirklich stimmt, dass "Riesenkraken" Schiffe angreifen.

Die Ausstellung zeigt äußerst seltene, in Flüssigkeit konservierte Riesenkalmar-Originalexponate – unter anderem einen drei Meter langen Tentakel eines rund sieben Meter langen Tiers aus dem Pazifik und einen faustgroßen Kiefer eines 6,5 Meter langen atlantischen Exemplars – und ermöglicht dabei ganz nahe Einblicke in den Körperbau dieser gigantischen Meerestiere.

Nur wenige Museen der Welt zeigen Originalexponate von Riesenkalmaren. Deutschlandweit gibt es nur noch zwei vergleichbare Ausstellungen. Diese vom Meereszoologen Dipl.-Biol. Volker Miske, Leiter des Deutschen Tintenfisch-Archivs, geschaffene Exposition ist die aktuellste und inhaltlich umfangreichste Riesenkalmar-Ausstellung Deutschlands.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!