Sonderausstellung

Fotoausstellung von Annemieke Podt: "Kleine Wale im Visier" – Fotoidentifikation bei Schweinswalen

  Schweinswal in der Nordsee

Die Biologin Annemieke Podt interessiert sich seit Kindertagen für Meeressäuger. Diese Faszination hat sie auch beruflich geprägt. Als Mitherausgeberin des Online-Magazins "Orcazine.com" war es naheliegend, dass sie sich auch in ihrem Studium intensiv mit Schwertwalen beschäftigte. Im Jahr 2015 hat sie ihren Master im Fachgebiet Verhaltensökologie an der Universität Utrecht abgeschlossen.

Kurz darauf kam der Kontakt zum Stichting Rugvin (Stiftung "Rückenfinne") zustande, wo sie sich seit April 2016 engagiert. Die Stiftung Rugvin untersucht seit 2007 das Vorkommen von Walen vor der niederländischen Küste und bemüht sich unter anderem durch Öffentlichkeitsarbeit um den Schutz der Meeressäuger. Seit Dezember 2018 ist Annemieke Podt Vorstandsmitglied dieser Walforschungs- und -schutzorganisation.

Die 38 Bilder von Schweinswalen, die im Wattenmeer Besucherzentrum am Wilhelmshavener Südstrand gezeigt werden, entstammen einem Fotoidentifikationsprojekt von Schweinswalen in der Oosterschelde. Die Oosterschelde ist ein 350 Quadratkilometer großes Mündungsgebiet von Rhein, Maas und Schelde in den südlichen Niederlanden. Es ist komplett eingedeicht und bei Sturmfluten von der Nordsee durch das gewaltige Oosterschelde-Sperrwerk absperrbar.

Seit 2015 werden Sichtungen von Schweinswalen in der Oosterschelde fotografisch dokumentiert und ausgewertet. Hier konnte Annemieke Podt ihre Leidenschaft für die Fotografie mit dem wissenschaftlichen Auftrag verbinden. Als Fotografin von Meeressäugern war sie bereits über die niederländischen Grenzen hinaus bekannt. Nun konnte sie ihr Portfolio mit den Schweinswal-Aufnahmen erweitern, von denen wir eine Auswahl im Wattenmeer Besucherzentrum zu sehen bekommen.

Anfang 2019 hat Stichting Rugvin den von Annemieke Podt zusammengetragenen Foto-ID-Katalog mit rund 60 identifizierten Schweinswalen veröffentlicht. Eine wichtige Erkenntnis aus dieser Arbeit ist, dass einige Schweinswale über Jahre ortstreu sind. Die Ausstellung ist vom 7. April bis Mitte Mai 2019 in der Dachgalerie des Wattenmeer Besucherzentrums in Wilhelmshaven zu sehen.


Sonderausstellung "Der Riesenkalmar Architeuthis – geheimnisvoller Gigant der Tiefsee"

Eine spannende Reise in die Welt des Tiefseebewohners
 

Ausstellung Riesenkalmar im Besucherzentrum

Ausstellung Riesenkalmar im Besucherzentrum

Seit Jahrhunderten geistert der Riesenkalmar durch Mythen und Seefahrergeschichten. Lange sah man dieses Tier, früher häufig als "Riesenkrake" bezeichnet, als Schiffe versenkendes und Menschen fressendes Ungeheuer an. Erst im Jahre 1857 wurde der Riesenkalmar als Architeuthis dux wissenschaftlich beschrieben.

Bis ins Jahr 2012 sah nie ein Mensch einen solchen Giganten mit eigenen Augen in seinem natürlichen Lebensraum, den riesigen, nahezu lichtlosen Weiten des Freiwassers der oberen Tiefsee.

Bis zum 30.06.2019 können Besucher im Wattenmeer Besucherzentrum am Wilhelmshavener Südstrand in der neuen Ausstellung "Der Riesenkalmar Architeuthis – geheimnisvoller Gigant der Tiefsee" eine spannende und anschauliche Entdeckungsreise in die Welt dieser Tiere unternehmen.

Die Besucher erfahren dabei, wo und wie diese Tiefseebewohner leben, wie ihr Körper gebaut ist, wie groß sie werden, wovon sie sich ernähren, welche Anpassungen sie an ihren Lebensraum aufweisen – und ob es wirklich stimmt, dass "Riesenkraken" Schiffe angreifen.

Die Ausstellung zeigt äußerst seltene, in Flüssigkeit konservierte Riesenkalmar-Originalexponate – unter anderem einen drei Meter langen Tentakel eines rund sieben Meter langen Tiers aus dem Pazifik und einen faustgroßen Kiefer eines 6,5 Meter langen atlantischen Exemplars – und ermöglicht dabei ganz nahe Einblicke in den Körperbau dieser gigantischen Meerestiere.

Nur wenige Museen der Welt zeigen Originalexponate von Riesenkalmaren. Deutschlandweit gibt es nur noch zwei vergleichbare Ausstellungen. Diese vom Meereszoologen Dipl.-Biol. Volker Miske, Leiter des Deutschen Tintenfisch-Archivs, geschaffene Exposition ist die aktuellste und inhaltlich umfangreichste Riesenkalmar-Ausstellung Deutschlands.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


Sonderausstellung "Vielfalt zählt! – Eine Expedition durch die Biodiversität"

Vielfältig und bunt – das Leben auf der Erde

  Sonderausstellung "Vielfalt zählt"
   
  Sonderausstellung "Vielfalt zählt"
   
  Sonderausstellung "Vielfalt zählt"

Das Leben auf der Erde ist bunt und vielfältig. Neuesten Schätzungen zufolge leben etwa 11 Millionen verschiedene Arten von Lebewesen auf unserem Planeten – Pflanzen, Tiere, Pilze, Mikroorganismen. Erst 1,9 Millionen davon sind bislang wissenschaftlich beschrieben worden. Die anderen kennen wir noch nicht.

Was wir aber schon lange wissen, ist, wie wichtig diese biologische Vielfalt, auch Biodiversität genannt, ist. Die vielen verschiedenen Arten agieren in ihren Lebensräumen, den Ökosystemen miteinander und bieten uns unverzichtbare "Dienstleistungen" für unser Leben: Saubere Luft, reines Wasser, Nahrungsmittel, pharmakologische Wirksubstanzen und Rohstoffe – ein großer Schatz, den es auch für unsere nachfolgenden Generationen zwingend zu erhalten gilt.

Die Biodiversitätsforschung untersucht die Zusammenhänge und gegenseitigen Abhängigkeiten in Ökosystemen. Forscherinnen und Forscher haben viele Fragen:

  • Wie viele Arten gibt es in einem Lebensraum und welche sind es?
  • Was passiert, wenn eine oder mehrere Arten aussterben?
  • Sind artenreiche Ökosysteme stabiler als artenarme?
  • Welche Folgen ziehen der Klimawandel und der steigende Ressourcenbedarf der Menschheit nach sich?

Fragen über Fragen, die nicht nur die Wissenschaft interessieren, sondern uns alle betreffen, denn unsere Zukunft hängt entscheidend davon ab. Umso wichtiger ist es, Biodiversität und Biodiversitätsforschung noch stärker in den Fokus der breiten Öffentlichkeit zu rücken, Interesse dafür zu wecken und Motivation, sich intensiver damit zu beschäftigen.

Mit der Wanderausstellung "VIELFALT ZÄHLT!" der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), lädt das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum bis zum 23. Juni 2019 zu einer spannenden Expedition mit 10 Stationen durch die Biodiversität und Bioversitätsforschung ein.

Über 50 interaktive Exponate und Medieninstallationen laden zum Beobachten, Mitmachen, Mithören und Miterleben ein. Und man kann selbst zum Forscher werden. In der Ausstellung wird man mit einer Forscherkarte selbst zum Entdecker und erkundet Themen und Inhalte eigenständig.

Erfahren Sie neue Erkenntnisse über die Biodiversität, ihre Verteilung auf der Erde und über das Geschehen in einem Ökosystem und lernen Sie Forschungsmethoden von der Geruchsanalyse bis zur Molekulargenetik kennen. Tauchen Sie in drei besondere Lebensräume ein, die stellvertretend für die Vielfalt der Ökosysteme stehen: Eine Wiese in Deutschland, den tropischen Bergregenwald in Südecuador und den nordatlantischen Ozean.

Begleiten Sie Forscherinnen und Forscher bei Ihrer Arbeit in den weltweit verteilten Biodiversitätsforschungs-Projekten der DFG. Und erleben Sie in der Wunderkammer des Lebens in einer Multimedia-Installation die Faszination ganz besonderer Lebensräume vom Korallenriff bis zum Nebelwald. Ein Begleitprogramm ergänzt die überaus sehenswerte und informative Ausstellung.

Für Kindergärten und Schulklassen wird das folgende museumspädagogische Programm (zum Herunterladen) angeboten: